Jahreslosung 2018: Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offenbarung 21,6 (L)

Dannenwalde

Das etwa 300 Einwohner umfassende, idyllisch zwischen Wäldern und Seen gelegne Dorf Dannenwalde an der B 96 zwischen Gransee und Fürstenberg, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

Zusammen mit dem Rittergut wurde der Ort erstmalig 1459 als "Tannewalde" urkundlich erwähnt. Die Gutsbesitzerfamilie von Waldow prägte über Jahrhunderte das karge Dasein der vom Gut abhängigen Dorfbevölkerung. 1788 ließ Gutsbesitzer Adolf Friedrich von Waldow das Gutshaus, bestehend aus dem Haupthaus, dem Kavaliershaus und dem Gesindehaus, errichten. Die Familie lebte bis 1945 dort.

In der DDR wurde das Schloß als Grundschule genutzt. 2008 erwarb ein Berliner Unternehmer die gesamte Anlage.
Zu DDR-Zeiten prägten ein Werk für Meliorationstechnik und etwa 300 Angehörige der sowjetischen Armee, die hier stationiert waren, den Ort.

Die neueste Attraktion in Dannenwalde ist der Barfußpfad. Hier lohnt ein Stopp sowohl für Autofahrer auf der B 96 als auch für Radfahrer auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen und der Königin-Luise-Route.
Dannenwalde war zusammen mit dem Ortsteil Gramzow bis 2002 eine eigenständige Gemeinde im Amt Fürstenberg. Seit 2003 gehört Dannenwalde als Ortsteil zur Stadt Gransee.



Die heutige Dorfkirche wurde im Auftrag des damaligen Besitzers und Patrons Ferdinand Thomas v. Waldow (1765-1830) durch den Baumeister Hermann in Zehdenick von 1819 bis 1821 erbaut und 1821 eingeweiht. Der Grundriss der Kirche ist ein gestrecktes Achteck von 10 x 15 Metern im Innern. Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts war die Kirche vom Verfall bedroht. Der Dachreiter war gefährdet, die Feuchtigkeit griff das Gebäude von unten an. Die Orgel war längst ausgeraubt, die Emporenbrüstungen gestohlen und das gusseiserne Familienwappen derer von Waldow über der Tür im Sommer 1995 über Nacht entwendet worden. Die Kirche musste stillgelegt werden.

Doch der 1994 gegründete Dannenwalder Förderkreis "Kultur und Kirche am Weg" setzte sich gemeinsam mit der Kirchengemeinde für die Sanierung der Kirche ein, in der jetzt neben Gottesdiensten Konzerte, Ausstellungen und Lesungen angeboten werden. Ostern 1998 wurde die Kirche wieder eingeweiht.
Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten 2009 konnte eine elektronische Orgel angeschafft werden (von der alten Orgel ist leider so gut wie nichts mehr vorhanden). Finanziert wurde sie aus einer älteren Orgelrücklage, die der Förderkreis vor Jahren initiiert hatte.



Die Kirchengemeinde ist nun dabei, Spenden für die weitere Restaurierung zu sammeln, was sicher noch ein paar Jahre in Anspruch nehmen wird.

Vor gut zwei Jahren schlug bei einem heftigen Sommergewitter ein Blitz in die Stromleitung der Nachbarschaft ein und machte die Hauptschaltuhr durch Überspannung unbrauchbar. Die Versicherung kommt jedoch nicht für diesen Schaden auf. Eine neue Hauptschaltuhr kostet ca. 2.000 Euro, die weder die Gemeinde noch der Förderverein aufbringen können. Und so hoffen wir sehr, daß sich Spenderinnen und Spender finden.

Die Gemeinde ist dankbar, daß sie eine Kirche hat, die fast 200 Jahre alt ist. Damit auch noch künftige Generationen mit und in dieser Kirche leben können, bedarf es auch weiterhin ihrer Spenden!

Unsere Bankverbindung: Konto 320 010 870 bei der Volksbank Uckermark (BLZ: 150 917 04), Stichwort: Kirche Dannenwalde. Empfänger ist der Ev. Kirchenkreisverband Eberwalde.

Nähere Auskünfte erhalten Sie bei Frau Karin Behrendt, Lindenallee 11; Telefon (033085) 70466 und im Evangelischen Pfarramt Mildenberg, Mildenberger Dorfstr. 22, 16792 Zehdenick; Telefon/Telefax (03307) 2494.


Pfarrer Günther Schobert